Startkinos zum Filmstart am 16.01.2014

Die CRULIC-Startkinos ab 16.01. wie folgt:

Berlin                    Krokodil           tägl. 19:00 Uhr

Berlin                    FSK Kino         tägl. 18:00 Uhr
Berlin                    Babylon Mitte  Fr. 20:45 Uhr
Stuttgart                Metropol           tägl. voraus. 19:00 Uhr
Saarbrücken        Filmhaus          Do. – Mo. 20:30 Uhr
Hamburg              3001 Kino         Do./ Fr./ Sa./ Mi. 20:15 Uhr, So. 16:45 Uhr,                          
                                                         Mo. 18:00 Uhr

Weitere Kinos folgen!

Der deutsche Trailer für CRULIC · Weg ins Jenseits. Der Film im Kino ab 16. Januar 2014.

"Schlank, clever… die Verschiedenartigkeit der Animations-Techniken - Handzeichnungen, Ausschnitt, Stop-Motion und Collage - transportieren unauslöschlich die bürokratische Hölle, welcher der junge Mann ausgesetzt war."  

Melissa Anderson, Village Voice, New York City


"Lean, astute… the variety of animation techniques - hand-drawn, cutout, stop-motion, and collage - indelibly convey the bureaucratic horrors the young man faced."  

Melissa Anderson, Village Voice, New York City

Die wahre Geschichte hinter dem Film: Der Fall CRULIC

In der Todesfalle - Verloren in den Mühlen der Justiz

Am 11. Juli 2007 wird in Warschau in Polen einem Richter des Obersten Polnischen Gerichts der Geldbeutel gestohlen. Noch am selben Tag erfolgen mit einer darin enthaltenen Geldkarte zwei Abhebungen im Gesamtwert von 500 Euro. Zu diesem Zeitpunkt war der rumänische Gastarbeiter Crulic bereits in einer anderen Sache von der polnischen Justiz des Diebstahls angeklagt worden. Dieser Prozess ist zu diesem Zeitpunkt noch offen und damit auch die Frage nach Schuld oder Unschuld von Crulic.

Am 10. September 2007 wird Crulic nun zudem beschuldigt auch den Geldbeutel des Richters gestohlen zu haben. Crulic wird aufgrund dieser Anschuldigungen zum zweiten Mal in das Warschauer Untersuchungs-Gefängnis gebracht. Da Crulic sich zu unrecht inhaftiert sieht und er vor allem auch die wiederholte Untersuchungshaft sowie vieles am Vorgehen der Justiz als grobe Missachtung seiner Rechte erlebt, beschließt er gleich am Tag seiner Einlieferung in den Hungerstreik zu gehen. In Briefen und Gesprächen informiert er gegenüber Justiz und Politik über die Tatsache dass er in den Hungerstreik tritt und was seine Gründe dafür sind. Er bittet zudem die zuständigen Behörden um ein Treffen mit einem Beamten des rumänischen Konsulats in Polen und um die Bestellung eines anderen Anwalts im Austausch für den ihm zugewiesenen Pflichtverteidiger. Als Antwort schreibt ihm der rumänische Botschafter lediglich den Rat, in das polnische Justizwesen zu vertrauen. Crulic erklärt mehrfach am Tag des 11. Juli 2007 in Italien gewesen zu sein. Sein Bus-Ticket von dieser Reise sowie die Akten des Reiseunternehmens bestätigen diese Aussage zudem ganz klar.

Zu Beginn des Dezember 2007 wird die eigentlich dreimonatige Frist für Untersuchungs-Haft um weitere drei Monate verlängert. Crulic, noch immer im Hungerstreik, bleibt damit weiter inhaftiert. In den ersten Tagen des neuen Jahres 2008 ist Crulics Zustand sehr schlecht. Am 11. Januar entschließen sich die Ärzte des Gefängnis-Hospitals erstmals zur Zwangsernährung mittels einer Magensonde. Doch nicht zuletzt aufgrund von Crulics inzwischen miserablem Gesamtzustand geht der Eingriff schief und die Sonde bohrt sich durch die Magenwand in die Lunge und verursacht innere Blutungen bei dem ohnehin äußerst geschwächten Patienten. Das Gericht genehmigt daraufhin eine Verlegung von Crulic in ein Zivil-Krankenhaus, wo eine bessere medizinische Versorung gewährleistet werden kann.

16 Stunden nach der Einlieferung in das neue Krankenhaus verstirbt Crulic.

Er wurde 33 Jahre alt.

Die Presse nimmt sich in Folge des Falls an.

In Polen werden drei Ärzte für den Tod von Crulic zur Verantwortung gezogen.

Der rumänische Außenminister zieht mit seinem Rücktritt die Konsequenz aus dem Fall.

CRULIC · Synopsis

Der mehrfach preisgekrönte, kunstvoll animierte Kino-Dokumentarfilm “CRULIC - Weg ins Jenseits” erzählt die kurze Lebensgeschichte von Claudiu Crulic. Der Rumäne verstarb mit 33 Jahren nach langem Hungerstreik in polnischer Haft in Erwartung eines Prozesses wegen Diebstahls. In vielen Briefen aus dem Gefängnis an rumänische Politiker und die polnische Justiz erbat Crulic immer wieder veränderte Haftbedinungen und lieferte Beweise für seine Unschuld. Er wurde über mehrere Monate ignoriert. Bis es zu spät war. Der Tod von Crulic führte zum Rücktritt des rumänischen Außenministers.

Der Film CRULIC fasziniert durch einen eindrucksvollen Visualisations-Stil, der mit seiner Verbindung von wunderschönen Handzeichnungen, Kollagen, Stop-Motion- und Cut-Cut-Techniken ein packendes, lange im Gedächtnis bleibendes Gesamtwerk präsentiert.

Die ironisch erzählende Original-Stimme von Crulic aus dem Jenseits wird im Film als Voice Over mit viel Würde und süd-ost-europäischer Emotion vom renommierten, bekannten rumänischen Schaupieler Vlad Ivanov gesprochen.

Bundesstart des Films ist der 16. Januar 2014.

CRULIC · Mehrfach preisgekrönt!

Teilnahme von Crulic an mehr als 100 Festivals & Gewinn wichtiger Filmpreise,

unter anderem ausgezeichnet mit:

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Gewinner Cristal Award für den besten Kinofilm

Annecy Int. Animated Film Festival 2012

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Gewinner und Besondere Erwähnung Don Quixote Award

Nominierung Goldener Leopard

Locarno International Film Festival 2012

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Gewinner Preis der Ökumenischen Jury im Hauptwettbewerb

Gewinner Ehrenwerte Erwähnung im Hauptwettbewerb

Cottbus Filmfestival für junges Europäisches Kino

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Gewinner Amnesty Award

CPH:Dox Kopenhagen 2011